Bernd Obermann fotografierte die Straßen seiner Wahlheimat New York. Er wurde zu einem neugierigen Chronisten dieser Stadt, immer mit der Kamera unterwegs, immer auf der Suche nach den Bildern, die seinem Sinn nach Authentizität entsprechen und mit denen er seiner Stadt ein Gesicht gibt.

Bernd Obermann lebte über 15 Jahre in Hell’s Kitchen, einem Stadtteil, der früher nicht ganz ungefährlich war. Er fühlte sich aufs Engste vertraut mit seiner unmittelbaren Umgebung, seiner Stammkneipe, seiner Reinigung, seinen „Hangouts“, seinem Lebensmittelladen. Er betrachtete New York nicht als Tourist, aber dennoch viel neugieriger als jeder echte New Yorker.

In seinem Job arbeitet er als freier Bildjournalist für amerikanische und ausländische Publikationen. Aber in seiner freien Zeit war er in erster Linie ein „street photographer“. Diese Fotografien spiegeln seine Neugier und Leidenschaft für New York wider. Sie geben einem das Gefühl, die Stadt so zu sehen, wie sie wirklich ist.

Bernd Obermann wurde 1954 in Oberhausen geboren. Von 1971 bis 1974 absolvierte er unter der Leitung von Rudi Groth bei der Karstadt AG in Essen eine Ausbildung zum Fotografen. Später wurde er Assistent bei Bernd Brenken und fotografierte mit ihm in Paris und New York vor allem Werbefotografie. 1977 begann er als freier Fotograf zu arbeiten und belieferte fast alle namhaften nationalen und internationalen Magazine und Zeitungen. 1996 zog er nach New York. Seit 2011 lebt er in Düsseldorf.